Auch wenn es auf einer Seite wie dieser befremdlich erscheint, möchte ich doch auch vor den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums warnen!
Durch meinen langjährigen Beruf als Fachkrankenpfleger in einer Suchtklinik, habe ich quasi täglich erfahren, was die Alkoholsucht mit Menschen anrichtet, die vielleicht ohne es zu merken in eine Abhängigkeit geraten sind, oder im Laufe der Zeit die Kontrolle über ihren eigenen Konsum verloren haben.
Von Genuss ist bei solchen Konsumformen und -mengen längst keine Rede mehr.
Jeder scheint gefährdet. Kann man es überhaupt wagen, hochprozentigen Alkohol zu trinken?
Dabei ist es dem Körper letztlich egal, in welcher Form ihm der Alkohol zugeführt wird.
Ob als Alko-Pop, Cocktail oder edler Whisky - es zählt immer die Gesamtmenge an reinem Alkohol und diese wird in Gramm (g) angegeben.
So gesehen gibt es zunächst einmal keine gesunden oder ungesunden alkoholischen Getränke; wie so oft macht es die Menge.
Es gibt zum Alkoholgenuss wenige zuverlässige Informationen, die sich auf die Gesamtmenge der Bevölkerung übertragen lassen.
Selbst Mediziner scheinen sich nicht einig zu sein. So halten Internisten eine gewisse Menge an Alkohol für positiv, wenn es darum geht, die Verkalkung der Herzkranzgefäße zu verhindern. Suchtmediziner und Gastroenterologen schütteln darüber meist den Kopf.
Auch verschiedene Gesundheitsbehörden kommen international zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen. So gilt z.B. in den USA eine Empfehlung für "moderaten Alkoholkonsum", die dreimal so hoch ist, wie in Finnland.
Im deutschsprachigen Raum geht die Empfehlung unter führenden Medizinern in Schnitt von einer Menge von ca. 20g reinem Alkohol für Frauen und 30g für Männer als unbedenklicher täglicher Menge aus.
Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen setzt mit 12g bzw. 24g etwas niedriger an.
Zur groben Orientierung:
20g Alkohol entsprechen in etwa
Suchtexperten empfehlen darüber hinaus, an ein bis zwei Tagen in der Woche ganz auf Alkohol zu verzichten.
Mit einem Getränk wie schottischem Single Malt Whisky, lässt sich der Genuss regelrecht zelebrieren. Hier geht es selten um Menge oder Geschwindigkeit, sondern um das bewusste Wahrnehmen dessen, was ihr Geruchs- und Geschmacksinn ihnen mitteilen.
Mit ein paar entsprechenden "Genussregeln" sollten sie auch als Whiskytrinker auf der sicheren Seite sein.